• Reime erklärt:Was bedeutet der Begriff „Verwässerung“ in Bezug auf die Neuausgabe von Aktien einer Börsennotierten AG

    In Bezug auf die Neuausgabe von Aktien einer börsennotierten Aktiengesellschaft (AG) bezieht sich der Begriff „Verwässerung“ auf die mögliche Auswirkung auf den Anteil und den Wert der bestehenden Aktien eines Unternehmens. Verwässerung tritt auf, wenn ein Unternehmen zusätzliche Aktien ausgibt, sei es durch eine Kapitalerhöhung, die Ausübung von Optionen oder andere Mittel, die zu einer Erhöhung der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien führen.

    Die Verwässerung kann folgende Auswirkungen haben:

    Verwässerung des Aktienanteils: Wenn ein Unternehmen neue Aktien ausgibt, führt dies zu einer Erhöhung der Gesamtzahl der ausstehenden Aktien. Wenn bestehende Aktionäre keine zusätzlichen Aktien erwerben, wird ihr prozentualer Anteil am Unternehmen aufgrund der höheren Gesamtzahl der Aktien reduziert.

    Verwässerung des Gewinns pro Aktie: Da der Gewinn eines Unternehmens auf alle ausstehenden Aktien verteilt wird, kann die Ausgabe neuer Aktien den Gewinn pro Aktie verringern. Dies kann dazu führen, dass der Wert jeder Aktie sinkt, wenn der Gewinn gleich bleibt oder nicht in gleichem Maße wächst wie die Anzahl der ausgegebenen Aktien.

    Verwässerung des Aktienwerts: Die Ausgabe neuer Aktien kann zu einem Überangebot auf dem Markt führen, was den Preis der Aktien beeinflussen kann. Eine größere Anzahl von Aktien kann zu einem niedrigeren Aktienkurs führen, da das Angebot steigt.

    Unternehmen geben oft neue Aktien aus, um Kapital für Wachstumsprojekte zu beschaffen oder Schulden zu reduzieren. Während die Verwässerung dazu führen kann, dass der Anteil und der Wert der bestehenden Aktien vorübergehend abnehmen, kann sie langfristig dazu beitragen, das Unternehmen zu stärken und neue Möglichkeiten zu schaffen.

    Investoren und Aktionäre achten auf die Möglichkeit der Verwässerung, da sie die langfristigen Auswirkungen auf ihren Anteil und den Wert ihrer Investition verstehen möchten. Unternehmen sind oft bemüht, die Verwässerung zu minimieren oder zumindest transparent zu kommunizieren, wie die Ausgabe neuer Aktien ihre bestehenden Aktionäre beeinflussen könnte.

  • Reimer erklärt: Aufsichtsrat und Vorstand einer AG erklärt

    In einer Aktiengesellschaft (AG) sind der Aufsichtsrat und der Vorstand zwei der wichtigsten Organe, die gemeinsam die Leitung und Überwachung des Unternehmens ausüben. Hier sind ihre Hauptaufgaben:

    Vorstand:

    Der Vorstand ist das operative Führungsgremium eines Unternehmens und verantwortlich für die tägliche Geschäftsführung. Die Hauptaufgaben des Vorstands umfassen:

    Geschäftsführung: Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Unternehmens. Er ist für die Umsetzung der strategischen Entscheidungen verantwortlich.

    Strategieentwicklung: Der Vorstand entwickelt die langfristige Unternehmensstrategie und setzt sie um.

    Operative Führung: Der Vorstand leitet die verschiedenen Unternehmensbereiche und stellt sicher, dass die betrieblichen Abläufe reibungslos funktionieren.

    Finanzmanagement: Der Vorstand ist verantwortlich für die finanzielle Planung, Budgetierung und Überwachung der Unternehmensfinanzen.

    Personalmanagement: Der Vorstand ist zuständig für die Auswahl, Einstellung, Entwicklung und Entlassung von Mitarbeitern.

    Kommunikation: Der Vorstand kommuniziert mit internen und externen Stakeholdern, darunter Aktionäre, Investoren, Kunden und Mitarbeiter.

    Risikomanagement: Der Vorstand bewertet Risiken für das Unternehmen und entwickelt Strategien zur Risikominimierung.

    Aufsichtsrat:

    Der Aufsichtsrat ist das Kontrollorgan einer AG und überwacht die Tätigkeiten des Vorstands. Die Hauptaufgaben des Aufsichtsrats umfassen:

    Überwachung des Vorstands: Der Aufsichtsrat überwacht die Handlungen des Vorstands und stellt sicher, dass dieser im besten Interesse des Unternehmens agiert.

    Strategische Entscheidungen: Der Aufsichtsrat ist in strategischen Entscheidungen involviert, insbesondere bei wichtigen Richtungsänderungen oder Investitionen.

    Bestellung und Abberufung des Vorstands: Der Aufsichtsrat bestellt und kann den Vorstand berufen oder abberufen.

    Prüfung und Kontrolle: Der Aufsichtsrat prüft die Finanzen und die Buchführung des Unternehmens, um sicherzustellen, dass diese ordnungsgemäß geführt werden.

    Entscheidungen über Vorstandsvergütungen: Der Aufsichtsrat legt die Vergütung des Vorstands fest.

    Rechenschaftspflicht: Der Aufsichtsrat legt den Aktionären und anderen Stakeholdern Rechenschaft über seine Tätigkeiten ab.

    Unabhängigkeit: Der Aufsichtsrat soll unabhängig von der Geschäftsführung agieren und sicherstellen, dass die Unternehmensinteressen gewahrt bleiben.

    Insgesamt arbeiten der Aufsichtsrat und der Vorstand zusammen, um sicherzustellen, dass das Unternehmen erfolgreich und rechtmäßig geführt wird und die Interessen der Aktionäre und Stakeholder geschützt werden.

  • Reime erklärt: Was ist die Aufgabe eines Verwaltungsrates iund eines Verwaltungsratspräsidenten in einer Schweizer AG

    In einer Schweizer Aktiengesellschaft (AG) ist der Verwaltungsrat das oberste Organ, das die strategische Leitung und Aufsicht über das Unternehmen ausübt. Der Verwaltungsrat ist vergleichbar mit einem Aufsichtsrat in anderen Ländern. Seine Hauptaufgabe ist es sicherzustellen, dass die Geschäftsleitung das Unternehmen rechtmäßig, ethisch und im besten Interesse der Aktionäre und des Unternehmens führt. Der Verwaltungsrat trägt die Verantwortung für die langfristige Ausrichtung, die Risikobewertung, die Finanzüberwachung und die allgemeine Unternehmensstrategie.

    Die Aufgaben des Verwaltungsratspräsidenten in einer Schweizer AG sind vielfältig und umfassen:

    Leitung des Verwaltungsrats: Der Verwaltungsratspräsident leitet die Sitzungen des Verwaltungsrats, moderiert Diskussionen und stellt sicher, dass die Tagesordnungspunkte effektiv behandelt werden.

    Vertretung des Unternehmens: Der Verwaltungsratspräsident repräsentiert das Unternehmen nach außen, insbesondere in Bezug auf Aktionäre, Investoren, Medien und andere Stakeholder.

    Kommunikation mit der Geschäftsleitung: Der Präsident fungiert oft als Bindeglied zwischen dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung. Er sorgt für einen reibungslosen Informationsfluss und stellt sicher, dass die Geschäftsleitung die Anweisungen des Verwaltungsrats umsetzt.

    Strategieentwicklung: Der Verwaltungsratspräsident trägt zur Entwicklung und Überwachung der langfristigen Unternehmensstrategie bei. Er arbeitet eng mit anderen Verwaltungsratsmitgliedern zusammen, um sicherzustellen, dass die Ziele des Unternehmens erreicht werden.

    Risikomanagement: Der Präsident überwacht die Risikobewertung des Unternehmens und stellt sicher, dass angemessene Maßnahmen ergriffen werden, um Risiken zu minimieren.

    Governance und Compliance: Der Verwaltungsratspräsident stellt sicher, dass das Unternehmen ethische Standards einhält und alle relevanten Gesetze und Vorschriften befolgt.

    Aktionärsbeziehungen: Der Präsident kann eine wichtige Rolle in der Pflege der Beziehungen zu Aktionären und Investoren spielen, indem er ihre Anliegen und Fragen anspricht.

    Es ist wichtig zu beachten, dass die genauen Aufgaben und Verantwortlichkeiten eines Verwaltungsrats und seines Präsidenten je nach Unternehmen variieren können. In jedem Fall ist der Verwaltungsrat ein zentrales Gremium, das die langfristige Gesundheit und den Erfolg des Unternehmens sicherstellt.

  • Was versteht man unter Partizipationsscheinen, udn müssen diese von der bafin gestattet werden, wenn man diese in Deutschladn Anlegern anbieten will?

    Partizipationsscheine sind Wertpapiere, die es Anlegern ermöglichen, indirekt an den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens teilzunehmen. Sie stellen eine Form der Beteiligung am Unternehmen dar, ohne dass Anleger direkt Eigentümer von Anteilen am Unternehmen werden. Partizipationsscheine sind oft eine Möglichkeit für Unternehmen, Kapital zu beschaffen, indem sie Anlegern eine Beteiligung an den Gewinnen oder Erlösen des Unternehmens anbieten.

    Im Gegensatz zu Aktien verleihen Partizipationsscheine den Inhabern normalerweise keine Stimmrechte bei Unternehmensentscheidungen. Stattdessen erhalten sie in der Regel eine vorher festgelegte Beteiligung an den Gewinnen oder Erlösen des Unternehmens. Die Bedingungen für die Partizipation, wie die Höhe der Ausschüttungen und die Laufzeit der Beteiligung, werden in den Emissionsbedingungen der Partizipationsscheine festgelegt.

    In Deutschland unterliegt das Angebot von Partizipationsscheinen bestimmten regulatorischen Vorschriften. Je nach Art der Partizipationsscheine und den angebotenen Bedingungen können diese als Vermögensanlagen gelten. Gemäß dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) müssen Vermögensanlagen, die in Deutschland öffentlich angeboten werden, von der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) gestattet werden.

    Wenn ein Unternehmen Partizipationsscheine in Deutschland anbieten möchte, muss es in der Regel ein Wertpapier-Informationsblatt (WIB) erstellen und bei der BaFin eine Gestattung beantragen. Dieses VIB enthält umfassende Informationen über die Partizipationsscheine und die damit verbundenen Bedingungen, um Anlegern Transparenz zu bieten. Die BaFin prüft den Antrag und die Unterlagen, um sicherzustellen, dass das Angebot den rechtlichen Anforderungen entspricht.

    Es ist wichtig, die rechtlichen Vorschriften in Deutschland zu beachten, wenn man Partizipationsscheine öffentlich anbieten möchte. Die Zusammenarbeit mit Rechtsanwälten oder Fachleuten im Finanzwesen kann dabei helfen, die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen und eine erfolgreiche Emission von Partizipationsscheinen zu gewährleisten

  • Reime erklärt: Crowdfundung und Crowdinvesting

    Crowdfunding und Crowdinvesting sind zwei Begriffe, die oft im Zusammenhang mit Finanzierung und Investitionen verwendet werden. Ein VIB (Virtueller Immobilienbesitz) ist ein spezifisches Konzept im Bereich des Crowdinvestings. Hier sind die Definitionen und Unterschiede:

    Crowdfunding:
    Crowdfunding ist eine Methode zur Finanzierung eines Projekts, bei der eine Gruppe von Menschen – die „Crowd“ – Geld für das Projekt bereitstellt. Dies kann für verschiedene Zwecke wie kreative Projekte, gemeinnützige Initiativen, Startups oder persönliche Anliegen erfolgen. Die Geldgeber erhalten oft Belohnungen, Produkte oder Dienstleistungen als Gegenleistung für ihre Unterstützung. Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter, Indiegogo und GoFundMe sind bekannt für diese Art der Finanzierung.

    Crowdinvesting:
    Crowdinvesting ist eine spezielle Form des Crowdfundings, bei der die Geldgeber nicht nur Unterstützer sind, sondern tatsächlich Investoren werden. Sie investieren Geld in ein Unternehmen oder Projekt und erhalten im Gegenzug finanzielle Beteiligungen, wie z.B. Unternehmensanteile oder zukünftige Gewinnbeteiligungen. Crowdinvesting kann in Startups, Immobilienprojekte, erneuerbare Energien und andere Investitionsmöglichkeiten erfolgen. Die Renditen und Risiken hängen von der Performance des investierten Projekts ab.

    Virtueller Immobilienbesitz (VIB):
    Ein VIB ist ein Konzept im Bereich des Crowdinvestings, das sich auf Immobilien bezieht. Hierbei können Investoren kleine Beträge in Immobilienprojekte investieren, ohne direkt physischen Besitz zu erwerben. Stattdessen erwerben sie Anteile an einem Portfolio von Immobilien. Diese Art des Crowdinvestings ermöglicht es Kleinanlegern, in den Immobilienmarkt zu investieren, ohne die üblichen Hürden des Immobilienkaufs zu überwinden.

    Insgesamt zielen sowohl Crowdfunding als auch Crowdinvesting darauf ab, Finanzierungen von einer großen Gruppe von Menschen zu sammeln. Der Unterschied liegt in der Art der Beteiligung und den potenziellen Renditen. Beim Crowdfunding sind die Unterstützer meist nicht finanziell am Erfolg des Projekts beteiligt, während beim Crowdinvesting die Investoren direkte finanzielle Interessen haben. Der Begriff „Virtueller Immobilienbesitz“ bezieht sich speziell auf das Crowdinvesting in Immobilienprojekte.

    Im Zusammenhang mit diesem Investment muss man das Vermögensanlagen Informations Blatt shen, so Rechtsanwalt Jens Reime aus Bautzen:

    Ein Vermögensanlagen-Informationsblatt (VIB) ist ein Dokument, das im Rahmen von Vermögensanlagen gemäß dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) in Deutschland erstellt und veröffentlicht werden muss. Das Ziel des VIB ist es, potenzielle Anleger umfassend über die jeweilige Vermögensanlage zu informieren, damit sie eine informierte Entscheidung über ihre Investition treffen können.

    Vermögensanlagen sind eine Form der Kapitalanlage, bei der Anleger Geld in Projekte oder Unternehmen investieren, um eine Rendite zu erzielen. Dies kann verschiedene Formen annehmen, wie z.B. Nachrangdarlehen, partiarische Darlehen, Genussrechte oder Crowdinvesting in Immobilien. Da diese Anlagen für Privatanleger oft mit höheren Risiken verbunden sind, besteht die rechtliche Pflicht, Anlegern genaue und verständliche Informationen zur Verfügung zu stellen, um Transparenz zu gewährleisten.

    Das Vermögensanlagen-Informationsblatt enthält normalerweise folgende Informationen:

    1. Anbieterinformationen: Informationen über das Unternehmen oder die Person, die die Vermögensanlage anbietet.
    2. Anlagebeschreibung: Eine ausführliche Erklärung der Art der Vermögensanlage, des Geschäftsmodells und der Verwendung der investierten Gelder.
    3. Risiken: Eine detaillierte Auflistung der Risiken, die mit der Investition verbunden sind, einschließlich finanzieller, geschäftlicher und rechtlicher Risiken.
    4. Renditeerwartungen: Eine Darstellung der möglichen Renditen sowie eine Erklärung, dass Renditen nicht garantiert sind.
    5. Kosten und Gebühren: Informationen über alle anfallenden Kosten, Gebühren und Provisionen im Zusammenhang mit der Anlage.
    6. Laufzeit und Kündigung: Informationen über die Laufzeit der Anlage und die Möglichkeit der vorzeitigen Kündigung.
    7. Rechte der Anleger: Details zu den Rechten der Anleger, wie z.B. Stimmrechte oder Beteiligungsrechte.
    8. Widerrufsrecht: Informationen darüber, ob und wie Anleger ihre Entscheidung zur Investition widerrufen können.

    Das Vermögensanlagen-Informationsblatt soll sicherstellen, dass Anleger ausreichend informiert sind, um die Vor- und Nachteile der Investition abzuwägen. Es ist wichtig für potenzielle Investoren, das VIB sorgfältig zu lesen und zu verstehen, bevor sie sich für eine Vermögensanlage entscheiden

  • Reime hilft: Was ist der Unterschied zwischen einem MLM Vertrieb, einer Honorarberatung, einem abhängig beschäftigten Vermittler, und einem Direktvertrieb

    Die Begriffe, die Sie hier ansprechen, beziehen sich auf verschiedene Vertriebsmodelle und -formen im Bereich der Wirtschaft und Finanzen. Hier ist eine kurze Erklärung für jeden Begriff:

    MLM Vertrieb (Multi-Level-Marketing):
    Multi-Level-Marketing ist ein Vertriebsmodell, bei dem Produkte oder Dienstleistungen durch ein Netzwerk von Vertriebspartnern verkauft werden. Die Vertriebspartner können Produkte kaufen und verkaufen sowie neue Vertriebspartner rekrutieren. Die Besonderheit liegt darin, dass Vertriebspartner nicht nur durch den Verkauf von Produkten, sondern auch durch die Aktivitäten der von ihnen rekrutierten Partner Einkommen erzielen können. Es entsteht eine Hierarchie von Vertriebspartnern, die auf verschiedenen Ebenen Provisionen verdienen.

    Honorarberatung:
    Honorarberatung ist ein Beratungsmodell, bei dem professionelle Dienstleister (Berater, Finanzplaner, Anlageberater usw.) ihre Dienstleistungen gegen eine festgelegte Gebühr anbieten. Diese Gebühr kann auf Stundenbasis, pauschal oder prozentual auf Basis des betreuten Vermögens sein. Der Berater erhält kein Provisions- oder Verkaufseinkommen von Produkten, sondern verdient ausschließlich durch die Beratungsgebühren. Dieses Modell soll Interessenkonflikte vermeiden, die durch Provisionen entstehen könnten.

    Abhängig beschäftigter Vermittler:
    Ein abhängig beschäftigter Vermittler ist eine Person, die im Auftrag und unter der Anleitung eines Unternehmens Produkte oder Dienstleistungen verkauft. Dabei steht die Person in einem Arbeitsverhältnis mit dem Unternehmen und erhält in der Regel ein festes Gehalt oder ein Gehalt plus variable Vergütungen oder Provisionen. Dieser Vermittler ist rechtlich und wirtschaftlich vom Unternehmen abhängig.

    Direktvertrieb:
    Der Direktvertrieb ist ein Vertriebsmodell, bei dem Produkte oder Dienstleistungen direkt an Endverbraucher verkauft werden, ohne den Einsatz eines stationären Einzelhandels. Der Verkauf erfolgt häufig über persönliche Kontakte, Verkaufspartys, Online-Shops oder andere Direktvertriebsmethoden. Direktvertrieb kann sowohl von Einzelpersonen als auch von Unternehmen betrieben werden. Die Verkäufer können Provisionen oder Boni basierend auf ihren Verkaufsergebnissen erhalten.

    Jedes dieser Vertriebsmodelle hat seine eigenen Merkmale, Vor- und Nachteile sowie potenzielle Auswirkungen auf Kunden, Verkäufer und die Wirtschaft im Allgemeinen.

  • Bontschev hilft: Bluestar Invest GmbH Insolvenz

    Amtsgericht Braunschweig Insolvenzantragsverfahren Bluestar Invest GmbH

    Im Insolvenzantragsverfahren betreffend das Vermögen der Bluestar Invest GmbH mit Sitz in Bodelschwinghstraße 16, 38159 Vechelde (AG Braunschweig, HRB 202971) und vertreten durch Mike Hansch, Bodelschwinghstraße 16, 38159 Vechelde, (Geschäftsführer), wurde am 08.08.2023 um 11:38 Uhr die vorläufige Verwaltung des Vermögens der Antragstellerin angeordnet. Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters ist für Verfügungen der Antragstellerin erforderlich.

    Rechtsanwalt Dr. Franc Zimmermann, Löwenwall 6, 38100 Braunschweig, Tel.: 0531-180535-0, Fax: 0531-180535-20, E-Mail: franc.zimmermann@mfp-law.com, Internet: www.mfp-law.com wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter ernannt.

    Schuldner der Antragstellerin werden aufgefordert, ihre Leistungen gemäß § 23 Abs. 1 S. 3 InsO unter Beachtung des Beschlusses zu erbringen.

    Der vollständige Beschluss kann in der Geschäftsstelle des Insolvenzgerichts eingesehen werden.

    Rechtsmittelbelehrung

    Gegen diese Entscheidung kann die Antragstellerin mittels sofortiger Beschwerde vorgehen. Bei Geltendmachung des Fehlens der internationalen Zuständigkeit für die Eröffnung des Hauptinsolvenzverfahrens nach Art. 5 Abs. 1 der Verordnung (EU) 2015/848 steht diese Möglichkeit auch jedem Gläubiger offen.

    Die Beschwerde ist innerhalb von 2 Wochen bei dem Amtsgericht Braunschweig, An der Martinikirche 8, 38100 Braunschweig, Elektronisches Gerichts- und Verwaltungspostfach: govello-1166699024563-000010200, einzulegen. Die Frist beginnt mit Zustellung oder Verkündung der Entscheidung. Bei öffentlicher Bekanntmachung beginnt die Frist zwei Tage nach Veröffentlichung. Die Beschwerde kann schriftlich beim genannten Gericht eingereicht oder zu Protokoll bei jedem Amtsgericht erklärt werden, wobei der Eingang bei dem genannten Gericht entscheidend ist. Die Beschwerde muss vom Beschwerdeführer oder dessen Bevollmächtigtem unterzeichnet sein und den angefochtenen Beschluss benennen. Bei teilweiser Anfechtung ist der Umfang anzugeben. Eine Begründung der Beschwerde ist empfohlen.

    Amtsgericht Braunschweig, 08.08.2023

  • BaFin meldet:Roy Asset Holding SE: Prüfungsanordnung für den Halbjahresfinanzbericht 2022

    Die Finanzaufsicht BaFin hat gegenüber der Roy Asset Holding SE am 26. Juli 2023 angeordnet, die Rechnungslegung für den verkürzten Abschluss zum Stichtag 30. Juni 2022 und den Zwischenlagebericht zu prüfen.

    Eine solche Anlassprüfung ordnet die BaFin immer dann an, wenn sie konkrete Anhaltspunkte dafür hat, dass ein Unternehmen gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen hat. Dazu ist die BaFin gesetzlich verpflichtet. Diese Prüfungen werden in der Regel durch Wirtschaftsprüferinnen und -prüfer der BaFin durchgeführt.

    Bei der Roy Asset Holding SE lagen der BaFin konkrete Anhaltspunkte für Verstöße gegen Rechnungslegungsvorschriften vor.

    Die formale Bekanntmachung der Prüfungsanordnung finden Sie unten im Infokasten.

    Erläuterung der konkreten Anhaltspunkte

    1. Möglicherweise nicht sachgerechte Erläuterung der Risiken im Zwischenlagebericht

    Das Unternehmen hat im Zwischenlagebericht möglicherweise die Risiken aus dem Gemeinschaftsunternehmen 3300 Main Project Owner, LP, Texas, USA, nicht sachgerecht erläutert.

    Konkret geht es um Risiken im Zusammenhang mit einer möglichen zu leistenden Kapitaleinlage in Höhe von etwa 2,7 Millionen Euro. Ergäbe die Prüfung der BaFin, dass entsprechende Risiken im Zusammenhang mit der Erbringung dieser Kapitaleinlage vorhanden waren, hätte das Unternehmen diese im Zwischenlagebericht erläutern müssen.

    2. Möglicherweise fehlen Konzernkapitalflussrechnung und Eigenkapitalveränderungsrechnung im verkürzten Abschluss.

    Im verkürzten Abschluss zum 30. Juni 2022 könnten die verkürzte Konzernkapitalflussrechnung sowie die verkürzte Eigenkapitalveränderungsrechnung im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) fehlen.

    Rechtsgrundlagen der BaFin

    Hat die BaFin konkrete Anhaltspunkte für eine fehlerhafte Rechnungslegung, muss sie eine anlassbezogene Prüfung bei dem betroffenen Unternehmen anordnen. Rechtsgrundlage hierfür ist das Wertpapierhandelsgesetz (§ 107 Absatz 1 Satz 1 WpHG). Danach darf die BaFin ihre Prüfungsanordnungen bekannt machen (§ 107 Absatz 1 Satz 6 WpHG). Durch das Gesetz zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (FISG) darf die BaFin seit dem 1. Januar 2022 die Öffentlichkeit früher und transparenter über ihr Vorgehen bei der Bilanzkontrolle informieren. Weiterführende Informationen finden Sie in unserer Aufsichtsmitteilung.

     

    Roy Asset Holding SE: Bilanzkontrolle des veröffentlichten verkürzten Abschlusses zum 30. Juni 2022 nebst Zwischenlagebericht für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022

    Bekanntmachung der Prüfungsanordnung vom 26. Juli 2023 gemäß § 107 Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit § 107 Absatz 1 Satz 5 Nr. 6 des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) (Anlassprüfung) gegenüber der Roy Asset Holding SE für den veröffentlichten verkürzten Abschluss zum Abschlussstichtag 30. Juni 2022 nebst Zwischenlagebericht für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022 (Bekanntmachung nach § 107 Absatz 1 Satz 6 WpHG).

    Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat mit Bescheid vom 26. Juli 2023 eine Prüfung des veröffentlichten verkürzten Abschlusses zum Abschlussstichtag 30. Juni 2022 nebst Zwischenlagebericht für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022 der Roy Asset Holding SE gemäß § 107 Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit § 107 Absatz 1 Satz 5 Nr. 6 WpHG angeordnet.

    Grund für die Anordnung sind konkrete Anhaltspunkte dafür, dass das Unternehmen im Zwischenlagebericht für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022 möglicherweise die Risiken aus dem Gemeinschaftsunternehmen 3300 Main Project Owner, LP, Texas nicht erläutert hat.

    Darüber hinaus könnten im verkürzten Abschluss zum 30. Juni 2022 die verkürzte Konzernkapitalflussrechnung sowie die verkürzte Eigenkapitalveränderungsrechnung im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) fehle

  • Reime hilft: BaFin ermittelt gegen EUKrypto Websites

  • Bontschev hilft: BaFin ermittelt gegen blocknox.net-Betreiber