• Reime erklärt; Risiko Crowdinvetsing

    Frage: Herr Reime, könnten Sie uns erklären, warum Crowdinvesting über Nachrangdarlehen so gefährlich für Anleger sein kann?

    Rechtsanwalt Reime: Natürlich, gerne. Beim Crowdinvesting handelt es sich um eine Form der Finanzierung, bei der viele Kleinanleger Geld in ein Projekt investieren, meistens über Nachrangdarlehen. Bei dieser Anlageform sind Anleger im Falle einer Insolvenz des Unternehmens, dem sie das Geld geliehen haben, im Nachrang. Das bedeutet, dass sie im Vergleich zu anderen Gläubigern erst nach diesen bedient werden. Wenn das Unternehmen also in finanzielle Schwierigkeiten gerät und zahlungsunfähig wird, besteht ein erhebliches Risiko, dass Anleger einen Großteil oder sogar das gesamte investierte Kapital verlieren.

    Frage: Warum haben derzeit so viele Immobilienfirmen wirtschaftliche Probleme?

    Rechtsanwalt Reime: Die Immobilienbranche ist sehr konjunkturabhängig und unterliegt verschiedenen Faktoren wie Marktschwankungen, regulatorischen Veränderungen und Finanzierungsbedingungen. In den letzten Jahren gab es einen Boom im Immobilienmarkt, was zu einem verstärkten Interesse von Investoren führte. Viele Unternehmen haben daraufhin diverse Projekte gestartet, um von diesem Trend zu profitieren. Allerdings können nicht alle Projekte erfolgreich sein. Wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen ändern oder unvorhergesehene Probleme auftreten, können sich die geplanten Einnahmen nicht wie erwartet einstellen. Dies kann zu finanziellen Engpässen führen, die im schlimmsten Fall zur Insolvenz des Unternehmens führen. Die aktuelle wirtschaftliche Unsicherheit aufgrund von globalen Ereignissen wie der COVID-19-Pandemie hat die Situation zusätzlich verschärft.

    Frage: Was raten Sie Anlegern, die in solche Projekte investiert haben und nun mit Verlusten konfrontiert sind?

    Rechtsanwalt Reime: Wenn Anleger in Crowdinvesting-Projekte investiert haben, die in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, ist es wichtig, ihre Rechte zu kennen und sich rechtzeitig an einen Fachanwalt für Anlegerschutz zu wenden. Es kann verschiedene Ansätze geben, um Schadensersatzansprüche geltend zu machen oder rechtliche Schritte einzuleiten. Es ist ratsam, eine rechtliche Beratung in Anspruch zu nehmen, um die individuellen Möglichkeiten und Optionen zu besprechen und den besten Weg zur Wahrung der eigenen Interessen zu finden.

    Teil II

    Frage an Rechtsanwalt Jens Reime über das Kleinanlegerschutzgesetz und Crowdinvesting

    Frage: Herr Reime, das Kleinanlegerschutzgesetz sollte eigentlich den Schutz für Kleinanleger stärken, hat aber gleichzeitig das neue Finanzprodukt Crowdinvesting hervorgebracht. Sehen Sie darin nicht eine Art „grauen Kapitalmarkt“, den die BaFin geschaffen hat?

    Rechtsanwalt Reime: Diese Frage berührt eine wichtige Thematik. Das Kleinanlegerschutzgesetz wurde eingeführt, um Kleinanleger vor riskanten und spekulativen Finanzprodukten zu schützen. Es legt bestimmte Schwellenwerte und Informationspflichten fest, die es Unternehmen ermöglichen, Kapital von Kleinanlegern einzusammeln, ohne die umfangreichen Prospektpflichten für reguläre Wertpapieremissionen einhalten zu müssen. Das Ziel war es, den Zugang zu alternativen Finanzierungsformen, insbesondere für Start-ups und mittelständische Unternehmen, zu erleichtern.

    Jedoch besteht die Herausforderung darin, dass die Anforderungen des Kleinanlegerschutzgesetzes nicht notwendigerweise ausreichen, um Kleinanleger vor allen Risiken zu schützen. Insbesondere bei Crowdinvesting-Plattformen können Anleger trotz der vorgeschriebenen Informationen und Schwellenwerte immer noch in Projekte investieren, die mit erheblichen Risiken verbunden sind. Der Begriff „grauer Kapitalmarkt“ ist hier durchaus treffend, da Crowdinvesting nicht so streng reguliert ist wie der reguläre

  • Reime hilft: first-investcapital.com: BaFin ermittelt gegen First Invest Capital

    first-investcapital.com: BaFin ermittelt gegen First Invest Capital

    Die Finanzaufsicht BaFin warnt vor Angeboten der First Invest Capital. Nach ihren Erkenntnissen bietet das Unternehmen auf seiner Website first-investcapital.com Finanz- bzw. Wertpapierdienstleistungen ohne Erlaubnis an.

    Finanz- bzw. Wertpapierdienstleistungen dürfen in Deutschland nur mit einer Erlaubnis der BaFin angeboten werden. Einige Unternehmen bieten solche Dienstleistungen jedoch ohne die erforder¬liche Erlaubnis an. Informationen darüber, ob ein bestimmtes Unternehmen von der BaFin zugelassen ist, finden Sie in der Unternehmensdatenbank.

    Die Information der BaFin basiert auf § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz.

     

    Das sollten Sie wissen!

    Die BaFin, das Bundeskriminalamt und die Landeskriminalämter raten Verbraucherinnen und Verbrauchern generell, bei Geldanlagen im Internet äußerst vorsichtig zu sein und vorab gründlich zu recherchieren, um Betrugsversuche rechtzeitig zu erkennen.

    In der Folge „Vorsicht, Betrug“ des BaFin-Verbraucherschutzpodcasts erfahren Sie zudem, wie Sie sich vor Betrugsmaschen am Finanzmarkt schützen können.

  • Reime hilft: corsaircontrol.pro: BaFin ermittelt gegen CorsairControl Investment

    corsaircontrol.pro: BaFin ermittelt gegen CorsairControl Investment

    Die Finanzaufsicht BaFin warnt vor Angeboten der CorsairControl Investment. Nach ihren Erkenntnissen bietet das Unternehmen Finanz- bzw. Wertpapierdienstleistungen ohne Erlaubnis auf seiner Website corsaircontrol.pro an.

    Finanz- bzw. Wertpapierdienstleistungen dürfen in Deutschland nur mit einer Erlaubnis der BaFin angeboten werden. Einige Unternehmen bieten solche Dienstleistungen jedoch ohne die erforderliche Erlaubnis an. Informationen darüber, ob ein bestimmtes Unternehmen von der BaFin zugelassen ist, finden Sie in der Unternehmensdatenbank.

    Die Information der BaFin basiert auf § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz.

     

    Das sollten Sie wissen!

    Die BaFin, das Bundeskriminalamt und die Landeskriminalämter raten Verbraucherinnen und Verbrauchern generell, bei Geldanlagen im Internet äußerst vorsichtig zu sein und vorab gründlich zu recherchieren, um Betrugsversuche rechtzeitig zu erkennen.

    In der Folge „Vorsicht, Betrug“ des BaFin-Verbraucherschutzpodcasts erfahren Sie zudem, wie Sie sich vor Betrugsmaschen am Finanzmarkt schützen können.

  • Reime erklärt: Warum braucht man in Deutschland einen Rechtsanwalt

    In Deutschland ist die Inanspruchnahme eines Rechtsanwalts bei gerichtlichen Streitigkeiten in der Regel empfehlenswert und oft sogar notwendig aus mehreren Gründen:

    Komplexe Rechtslage: Das deutsche Rechtssystem ist komplex und umfangreich. Juristische Verfahren erfordern ein tiefes Verständnis der Rechtslage, der Prozessregeln und der rechtlichen Argumentation. Ein Rechtsanwalt kann bei der Interpretation der Gesetze helfen und die richtige rechtliche Strategie entwickeln.

    Fachwissen und Erfahrung: Rechtsanwälte verfügen über das erforderliche Fachwissen und die Erfahrung, um Ihre Interessen angemessen zu vertreten. Sie sind mit den juristischen Feinheiten vertraut und können komplexe rechtliche Angelegenheiten klar erklären.

    Prozessführung: Die gerichtliche Auseinandersetzung erfordert die Einhaltung von formalen Verfahrensregeln, Fristen und Prozessschritten. Ein erfahrener Anwalt kann sicherstellen, dass alle erforderlichen Dokumente rechtzeitig eingereicht werden und alle Verfahrensregeln beachtet werden.

    Rechtsberatung: Ein Anwalt kann Sie über Ihre Rechte und Pflichten aufklären, Sie über mögliche Risiken und Chancen informieren und Ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen.

    Verhandlungsgeschick: Anwälte verfügen über Verhandlungsgeschick und können versuchen, außergerichtliche Einigungen zu erzielen, um langwierige und kostspielige Gerichtsverfahren zu vermeiden.

    Die Bezeichnung „Fachanwalt“ bezieht sich auf Anwälte, die sich auf bestimmte Rechtsgebiete spezialisiert haben. Diese Spezialisierung kann für bestimmte Fälle von Vorteil sein:

    Expertenwissen: Fachanwälte haben umfangreiche Kenntnisse in ihrem spezialisierten Rechtsgebiet, was es ihnen ermöglicht, spezifische juristische Fragen effektiv zu behandeln.

    Aktualität: Da sie sich auf ein bestimmtes Rechtsgebiet konzentrieren, bleiben Fachanwälte auf dem neuesten Stand der Gesetzgebung und Rechtsprechung in diesem Bereich.

    Effizienz: Aufgrund ihrer Fachkompetenz können Fachanwälte oft schneller und effizienter Lösungen für komplexe juristische Angelegenheiten finden.

    Beispiele für Fachanwaltstitel in Deutschland sind „Fachanwalt für Arbeitsrecht“, „Fachanwalt für Familienrecht“, „Fachanwalt für Strafrecht“ usw. Die Bezeichnung „Fachanwalt“ wird verliehen, nachdem der Anwalt spezielle Anforderungen an Fachwissen und praktische Erfahrung in einem bestimmten Rechtsgebiet erfüllt hat. Dies ermöglicht den Mandanten, einen Anwalt mit spezialisiertem Know-how in ihrem spezifischen Rechtsproblem zu wählen.

  • Reime hilft:fortexs.com: BaFin ermittelt gegen die Betreiber der Website

    passivo.io: BaFin ermittelt gegen Passivo Ltd., Seychellen

    Die Finanzaufsicht BaFin warnt vor der Website passivo.io. Darüber betreibt die angabegemäß in Mahe, Seychellen, ansässige Passivo Ltd. ohne Erlaubnis Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen. Konkret bietet sie dort die Verwaltung von Kundenvermögen in Kryptowerten an.

    Wer in Deutschland Bankgeschäfte, Finanz- oder Wertpapierdienstleistungen anbietet, benötigt dazu die Erlaubnis der BaFin. Einige Unternehmen bieten solche Dienstleistungen jedoch an, ohne die erforderliche Erlaubnis zu haben. Informationen darüber, ob ein bestimmtes Unternehmen von der BaFin zugelassen ist, finden Sie in der Unternehmensdatenbank.

    Die Information der BaFin basiert auf § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz.

  • BaFin ermittelt gegen fortexs.com

  • Reime klärt auf

    Interview zwischen Rechtsanwalt Reime und diebewertung.de zu den KAGB Fonds des Unternehmens Project Investment, hier gab es Einmalzahleranlagen und Zahlungen mit Einmalbetrag plus ratierlichen Zahlungen. Wo ist da der Unterschied, und haben  alle diese Fonds ein Totalverlustrisiko? Muss ein Vermittler darüber seine Anleger aufklären?

    Ja, ein Vermittler muss seine Anleger über die Risiken von KAGB Fonds aufklären. Die wichtigsten Risiken sind:

    Verlustrisiko: KAGB Fonds sind hochspekulativ und es besteht das Risiko, dass das gesamte investierte Kapital verloren geht.
    Illiquiditätsrisiko: KAGB Fonds sind illiquide, das heißt, dass sie nicht leicht verkauft werden können.
    Klumpenrisiko: KAGB Fonds sind oft in nur wenige Anlageklassen investiert, was das Risiko erhöht, dass das gesamte investierte Kapital verloren geht, wenn diese Anlageklassen fallen.
    Vertriebskosten: KAGB Fonds sind oft mit hohen Vertriebskosten verbunden, die die Rendite des Anlegers schmälern können.

    Bei Einmalzahleranlagen wird das gesamte Kapital zu Beginn der Laufzeit investiert. Bei Zahlungen mit Einmalbetrag plus ratierlichen Zahlungen wird ein Teil des Kapitals zu Beginn der Laufzeit investiert und der Rest in regelmäßigen Raten über die Laufzeit verteilt.

    Der Hauptunterschied zwischen den beiden Anlageformen besteht darin, dass bei Einmalzahleranlagen das gesamte Kapital zu einem bestimmten Zeitpunkt investiert wird, während bei Zahlungen mit Einmalbetrag plus ratierlichen Zahlungen das Kapital über die Laufzeit verteilt investiert wird. Dies hat Auswirkungen auf das Risikoprofil der beiden Anlageformen.

    Einmalzahleranlagen sind riskanter als Zahlungen mit Einmalbetrag plus ratierlichen Zahlungen, da das gesamte Kapital zu einem bestimmten Zeitpunkt investiert wird. Wenn der Markt zu diesem Zeitpunkt fällt, kann das gesamte investierte Kapital verloren gehen.

    Zahlungen mit Einmalbetrag plus ratierlichen Zahlungen sind weniger riskant als Einmalzahleranlagen, da das Kapital über die Laufzeit verteilt investiert wird. Dies bedeutet, dass das Risiko eines Totalverlusts geringer ist, da nicht das gesamte Kapital zu einem bestimmten Zeitpunkt investiert wird.

    Trotz der geringeren Risiken sind Zahlungen mit Einmalbetrag plus ratierlichen Zahlungen nicht ohne Risiko. Es besteht immer das Risiko, dass das investierte Kapital verloren geht.

    Ein Vermittler muss seine Anleger über die Risiken von KAGB Fonds aufklären, unabhängig davon, ob es sich um Einmalzahleranlagen oder Zahlungen mit Einmalbetrag plus ratierlichen Zahlungen handelt. Der Vermittler muss den Anleger über das Verlustrisiko, das Illiquiditätsrisiko, das Klumpenrisiko und die Vertriebskosten aufklären.

    Der Vermittler muss auch den Anleger über seine Erfahrung mit KAGB Fonds und seine Qualifikationen aufklären. Der Vermittler muss dem Anleger auch erklären, wie er seine Interessen wahrnimmt.

    Der Anleger sollte sich vor einer Investition in einen KAGB Fonds gründlich informieren und sich von einem unabhängigen Finanzberater beraten lassen.

  • BaFin ermittelt gegen Tensor Alpha AG, Berlin

  • Reime meldet:tensor.ag: BaFin ermittelt gegen Tensor Alpha AG, Berlin

    Die Finanzaufsicht BaFin warnt vor der Website tensor.ag. Darüber betreibt die angeblich in Berlin ansässige Tensor Alpha AG ohne Erlaubnis Bankgeschäfte und Finanzdienstleistungen. Sie bietet dort den Handel mit Kryptowerten an. Auf der Website behauptet die Tensor Alpha AG fälschlicherweise, eine Erlaubnis der BaFin zu haben. Das Unternehmen ist nicht im Handelsregister eingetragen

    Wer in Deutschland Bankgeschäfte, Finanz- oder Wertpapierdienstleistungen anbietet, benötigt dazu die Erlaubnis der BaFin. Einige Unter-nehmen bieten solche Dienstleistungen jedoch an, ohne die erforderliche Erlaubnis zu haben. Informationen darüber, ob ein bestimmtes Unternehmen von der BaFin zugelassen ist, finden Sie in der Unternehmensdatenbank.

    Die Information der BaFin basiert auf § 37 Absatz 4 Kreditwesengesetz.

     

    Das sollten Sie wissen!

    Die BaFin, das Bundeskriminalamt und die Landeskriminalämter raten Verbraucherinnen und Verbrauchern generell, bei Geldanlagen im Internet äußerst vorsichtig zu sein und vorab gründlich zu recherchieren, um Betrugsversuche rechtzeitig zu erkennen.

    In der Folge „Vorsicht, Betrug“ des BaFin-Verbraucherschutzpodcasts erfahren Sie zudem, wie Sie sich vor Betrugsmaschen am Finanzmarkt schützen können.

  • BaFin ermittelt gegen cryptowall-trading.de