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BaFin warnt vor Identitätsmissbrauch durch Ambassador-Gesellschaften

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat eine dringende Warnung bezüglich Angeboten verschiedener Gesellschaften mit dem Namen Ambassador herausgegeben. Diese Anbieter geben an, ihren Sitz in Frankfurt am Main oder im Ausland zu haben. Die Aufsichtsbehörde hegt den starken Verdacht, dass diese Firmen Finanz- und Wertpapierdienstleistungen in Deutschland ohne die notwendige Erlaubnis betreiben. Dabei stehen insbesondere Angebote für vermeintliche vorbörsliche Aktien, sogenannte IPO-Investments, im Fokus der Ermittlungen.

Die Masche mit dem fremden Namen

Ein zentrales Problem in diesem Fall stellt der Verdacht auf Identitätsmissbrauch dar. Die unbekannten Anbieter nutzen den Namen Ambassador Financial Group gezielt aus. Sie versuchen dadurch, eine Verbindung zu einem seriösen und regulierten US-Unternehmen gleichen Namens vorzutäuschen. Laut der BaFin besteht jedoch keinerlei geschäftliche Beziehung zwischen der echten US-Firma und den aktuell auftretenden Anbietern. Betrüger nutzen solche bekannten Namen häufig als Deckmantel, um bei Anlegern künstlich Vertrauen zu erzeugen und Professionalität zu suggerieren.

Gefahren bei unregulierten IPO-Angeboten

Investitionen in vorbörsliche Aktien über nicht lizenzierte Plattformen bergen massive finanzielle Risiken. Oft existieren die angepriesenen Wertpapiere in der Realität überhaupt nicht. In anderen Fällen besitzen sie keinen messbaren Gegenwert. Wenn Anleger einmal Geld überwiesen haben, fordern die Täter häufig unter Vorwänden weitere Zahlungen. Diese tarnen sie dann als angebliche Steuern, Auszahlungsgebühren oder Nachschusspflichten. Am Ende führen diese Forderungen fast immer zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Tipps für Verbraucher zum Schutz vor Betrug

  • Prüfen Sie jeden Anbieter vor einer Investition in der Unternehmensdatenbank der BaFin auf eine gültige Erlaubnis.
  • Reagieren Sie niemals auf unaufgeforderte Kontaktversuche per Telefon, E-Mail oder Post.
  • Seien Sie misstrauisch bei unrealistisch hohen Gewinnversprechen oder aggressivem Zeitdruck durch Verkäufer.
  • Überweisen Sie kein Geld an Firmen, die den Namen bekannter Unternehmen nutzen, aber abweichende Kontodaten im Ausland angeben.
  • Sichern Sie bei einem Verdacht sofort alle Chatverläufe, E-Mails und Überweisungsbelege als Beweismittel.
  • Leisten Sie keine weiteren Zahlungen, wenn ein Anbieter die Auszahlung von Gewinnen an vorherige Gebühren knüpft.

Fazit

Der Fall um die Ambassador-Gesellschaften zeigt deutlich, wie Täter durch Identitätsmissbrauch die Seriosität etablierter Firmen ausnutzen. Anleger sollten bei Angeboten für vorbörsliche Aktien grundsätzlich eine extreme Vorsicht walten lassen und die Identität des Gegenübers sowie dessen Regulierung genauestens hinterfragen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Text dient lediglich der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Für eine individuelle Beratung wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt.


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