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BaFin warnt vor ClearsPro/CSMKT und Identitätsmissbrauch von Clearstream

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) spricht eine ausdrückliche Warnung vor unseriösen Investmentangeboten aus, die über WhatsApp-Gruppen und die Webseiten clearstream.xin sowie clearstream.fashion verbreitet werden. Denn die BaFin stellt fest, dass die Drahtzieher einen systematischen Identitätsmissbrauch betreiben, um Anleger gezielt zu täuschen.

Gezielte Täuschung durch Identitätsmissbrauch

Unbekannte Betreiber nutzen offenbar die Namen bekannter Finanzunternehmen wie Clearstream, um Seriosität vorzutäuschen. Zusätzlich erfinden sie fiktive Personen wie „Professor Sebastin Albrik“ und „Annika Felder“, damit sie Vertrauen schaffen können. Dabei bewerben sie Dienstleistungen der Plattformen und Apps ClearsPro und CSMKT. Allerdings besitzen die Betreiber dieser Plattformen und Apps in Deutschland keine Erlaubnis, Finanz- oder Kryptowerte-Dienstleistungen anzubieten.

Die Masche in WhatsApp-Gruppen

Die Betrüger locken Anleger in spezielle Gruppen wie „M501 TaktikInvest Akademie“ oder „H117 – Taktikinvest Akademie“, weil sie dort den Eindruck erwecken wollen, exklusive Einblicke in vielversprechende Anlagestrategien zu bieten. Sie werben mit vermeintlicher Expertise und suggerieren Verbindungen zu Clearstream, aber diese Verbindungen sind falsch. Schritt für Schritt führen die Betreiber Anleger dazu, über die nicht regulierten Plattformen Finanzinstrumente oder Kryptowährungen zu handeln. Somit handelt es sich um eine sorgfältig aufgebaute Betrugsmasche.

Hohes Risiko für Anleger

Für alle, die auf diese Angebote eingehen, entstehen erhebliche Risiken. Denn weder die Plattformen noch die Apps unterliegen einer Regulierung, weshalb die versprochenen Dienstleistungen in Deutschland nicht zugelassen sind. Folglich besteht kein Anlegerschutz, was die Gefahr eines Totalverlusts des investierten Kapitals sehr real macht. Zudem fordern die Betreiber oft persönliche Daten, wodurch das Risiko eines weiteren Missbrauchs der Daten steigt.

Tipps für Verbraucher

Wer bereits investiert oder Kontakt aufgenommen hat, sollte jetzt schnell handeln.

  • Leisten Sie keine weiteren Zahlungen an die Betreiber.
  • Sichern Sie sämtliche Kommunikationsdaten, Belege und Informationen zur App (Screenshots, Chatverläufe).
  • Kontaktieren Sie unverzüglich Ihre Hausbank oder Ihren Zahlungsdienstleister, um Rückbuchungsmöglichkeiten (zum Beispiel Chargeback oder SEPA-Rückruf) zu prüfen.
  • Erstatten Sie Strafanzeige bei der Polizei oder bei einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Cyberkriminalität.
  • Ziehen Sie rechtlichen Rat bei einem spezialisierten Anwalt hinzu.

Fazit

Die BaFin-Warnung vor ClearsPro/CSMKT macht deutlich, wie skrupellos Betrüger mit Identitätsmissbrauch vorgehen, weil sie das Vertrauen in seriöse Unternehmen ausnutzen. Deswegen sollten Anleger stets die BaFin-Datenbank prüfen, bevor sie Gelder investieren, und bei unrealistisch hohen Versprechen oder fehlender Regulierung äußerst vorsichtig sein, weil die Gefahr eines Totalverlusts droht.

Wichtiger Hinweis: Dieser Text dient lediglich der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Für eine individuelle Beratung wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt.


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